

Superfood liegt im Trend und damit auch alles, was als solches beworben werden kann - je grüner desto besser. Wir klären, was Microgreens sind, was sie so gesund macht und ob Green Pulver eine Alternative sind.
Microgreens sind Schösslinge, also junge, essbare Pflänzchen von Gemüse, Gewürzen und Kräutern. Am bekanntesten ist wohl Kresse. Aber geeignet sind auch:
Geerntet werden sie, sobald sie ein bis zwei Blätter gebildet haben. Das dauert in der Regel 2 bis 3 Wochen nach der Keimung. Die Mindestzeit der Anzucht beträgt jedoch eine Woche. Sie wachsen auf Erde oder Substrat.
Sprossen dagegen wachsen im Wasser oder Gel. Diese sind zudem die Keimlinge, die innerhalb einiger Tage wachsen.
Geerntet werden sie, indem du sie direkt über der Wurzel abschneidest. Für eine optimale Keimung brauchen sie einen hellen und warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Pflanzen produzieren in der Keimphase besonders viele Phytonährstoffe, wie du bei gogreen-schweiz nachlesen kannst. Daher sind Schösslinge reich an:
Neben den primären Bestandteilen wie Proteinen, Kohlenhydraten, Mineralien, Vitaminen und Fetten verfügen Pflanzen auch über sekundäre Pflanzenstoffe. Diese benötigen sie zum Beispiel für die Abwehr von Schädlingen oder UV-Licht.
Bitterstoffe oder Karotinoide gehören zum Beispiel dazu. Sie wirken teilweise antioxidativ. Antioxidantien schützen die Zellen vor freien Radikalen, die durch Stoffwechselprozesse entstehen. Sie werden vermehrt produziert, wenn Zellen gestresst sind – durch äußere Einwirkungen wie Alkohol oder Sonnenlicht. Flavonoide schützen die Pflanzen vor Umwelteinflüssen und haben für Menschen auch positive Wirkungen. Zum Beispiel können sie den Blutdruck senken oder Entzündungen hemmen. Antioxidantien über Gemüse, Kräuter oder eben Microgreens zu sich zu nehmen, kann die Zellen schützen.
Ein Vorteil von Microgreens sind daher ihre Inhaltsstoffe, da Pflanzen im Keimstadium bis zu dreimal so viele Vitamine enthalten wie Gemüse. Die sekundären Pflanzenstoffen sind 20 bis 40-mal so viel enthalten wie in ausgewachsenen Pflanzen. Da ihnen allerdings Pflanzenfasern, also Ballaststoffe, fehlen, ersetzen sie Gemüse jedoch nicht.
Kräuter enthalten auch Ballaststoffe und wachsen ausschließlich auf Erde, da es sich um eine ausgewachsene Pflanze handelt, deren Stängel und Blätter gegessen werden können. Bei Microgreens können als junge Pflänzchen nur Stiel und Blätter gegessen werden.
Microgreens finden Anwendung in Dressings, Salaten, Müsli oder Smoothies.
Sie sind auch als Pulver erhältlich. Dazu werden die Microgreens gefriergetrocknet. Diese sogenannte Lypophilisation hat den Vorteil, dass alle Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben und tragen so zu einer gesunden Ernährung bei.
Ähnlich wie Pulver aus Microgreens liegen auch andere grüne Pulver im Trend wie AG1, die damit werben, dass sie alle Stoffe enthalten, denen es Menschen üblicherweise mangelt. Sie ersetzen als Nahrungsergänzungsmittel zwar keine Nahrung, können aber ergänzend dazu positiv wirken. Diese grünen Pulver bestehen allerdings nicht nur aus gefriergetrockneten Keimlingen, sondern auch aus anderen grünen Pflanzen und Algen, da grüne Pflanzen reich an Antioxidantien sind.
Beliebt dafür ist Weizengras, das aber tatsächlich weniger Eisen und Vitamine als Gemüse entthält. Auf der anderen Seite gehen beim Erhitzen natürlich auch viele Vitamine verloren, was einen Vorteil von gefriergetrockneten Pulvern darstellt.
Trotzdem solltest du vorsichtig sein, wenn es um Werbung mit dem Schutz vor Krankheiten geht, weil diese generell mit einem gesunden Lebensstil und Ernährung zusammenhängen. Die isolierte Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln ist umstritten. Denn die meisten Stoffe werden mit der Nahrung zusammen mit anderen Stoffen aufgenommen, wodurch Wechselwirkungen entstehen, sodass die isolierte Einnahme nicht unbedingt den versprochenen Effekt erzielt. So liest du es auch bei der AOK.
Zudem nimmst du Antioxidantien bei einer ausgewogenen Ernährung auch ohne Superfood wie grüne Pulver auf.
Genauso umstritten ist die oben erwähnte Theorie der freien Radikalen in der Naturwissenschaft. Sie konnten zwar nachgewiesen werden, aber ob und wie sie sich auf den Zellalterungsprozess bei Organismen auswirken, ist nicht eindeutig geklärt.
Microgreens und Greens Pulver werden auch damit beworben, entgiftend zu wirken. Allerdings verfügt der Körper über eigene Entgiftungsprozesse, wofür unter anderem die Leber zuständig ist. Die Zellen regenerieren sich selbst, wobei der Vorgang durch eine reduzierte Nahrungszufuhr in Gang gesetzt werden kann.
Aber auch bei der Eigenanzucht solltest du auf Hygiene achten und lieber behandelte Samen kaufen, die von Keimen befreit sind. Hier trägst du die Verantwortung selbst – wie bei allen selbstgemachten Sachen. Aber im Gegenzug hast du die volle Kontrolle über die Qualität.
Microgreens sind superpflegeleicht in der Eigenanzucht und enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung. Als Topping serviert, bleiben alle Nährstoffe und Vitamine außerdem erhalten, sodass du keine zusätzlichen Pulver benötigst. Was du allerdings benötigst, um deine eigenen Microgreens zu vermarkten, ist ein ERP-System. Schau doch bei FrachtPilot vorbei ;) Teste die Software 30 Tage kostenlos oder lerne uns und das ERP-System in einem kostenlosen Webinar kennen. Wir freuen uns auf dich!